Anfrage zum Glasfaser-Rückzug in Iserlohn: Wer trägt die Verantwortung?

Der flächendeckende Ausbau einer modernen digitalen Infrastruktur in Iserlohn steht vor massiven Problemen. Nachdem die „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) bereits im Herbst 2024 mit einem vorübergehenden Baustopp konfrontiert war, zeichnet sich nun eine weitreichende Anpassung der ursprünglichen Ausbaupläne ab. Bezugnehmend auf aktuelle Berichte über einen faktischen Rückzug des Unternehmens in Iserlohn hat die AfD-Fraktion eine detaillierte Anfrage an Bürgermeister Joithe und die Verwaltung gerichtet.

Die Gründe für diesen Rückzug reichen von steigenden Energiepreisen bis hin zum Wettbewerbsdruck und dürfen nicht zulasten der Iserlohner Bürger und des städtischen Haushalts gehen. Unsere Fraktion bittet um Aufklärung darüber, wie viele Haushalte in Iserlohn konkret von der Planänderung betroffen sind. Besonders kritisch sehen wir die Frage, ob der Stadt Kosten durch unzureichende Baumaßnahmen oder die notwendige Wiederherstellung von Gehwegen und Straßen entstanden sind.

Als kontrollierende Kraft im Stadtrat setzen wir uns für eine verlässliche Infrastrukturpolitik ein. Wir hinterfragen die rechtliche Absicherung der Stadt gegenüber der UGG und wollen eine klare Strategie sehen, wie entstandene Versorgungslücken durch alternative Anbieter wie die Telekom oder Telemark geschlossen werden sollen. Transparenz für die betroffenen Haushalte, die bereits Verträge unterzeichnet oder Gestattungserklärungen abgegeben haben, muss jetzt oberste Priorität haben.