Wir haben am 19. Mai 2026 einen neuen Antrag eingebracht, um den Schutz unseres Stadtwaldes als prägendes Natur- und Kulturgut dauerhaft zu sichern. Unser Wald gibt Iserlohn nicht nur den verdienten Beinamen „Waldstadt“, sondern prägt auch die Lebensqualität der Bürger in den Ortsteilen von Letmathe und Kesbern bis hin nach Sümmern und Hennen ganz entscheidend. Neben den unverzichtbaren Funktionen für das lokale Klima, die Luftqualität und den Artenschutz dienen die kommunalen Flächen auch der Gewinnung von Trinkwasser für große Teile des Stadtgebietes.
Angesichts des wachsenden Nutzungsdrucks durch geplante Infrastrukturmaßnahmen, Gewerbeflächen oder die Energieerzeugung drohen jedoch zunehmend handfeste Zielkonflikte. Ohne klare Leitlinien besteht die Gefahr, dass kurzfristige Einzelinteressen die langfristigen ökologischen und gesellschaftlichen Funktionen unseres Waldes beschädigen. Unser Antrag zielt daher darauf ab, zukünftige Eingriffe an strenge, sachgerechte Bedingungen zu knüpfen. Eine Umwandlung von Waldflächen darf es demnach nur noch geben, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse vorliegt, keine zumutbaren Alternativen bestehen und ein angemessener ökologischer Ausgleich erfolgt. Vor entsprechenden Beschlüssen im Rat fordern wir zudem volle Transparenz und eine angemessene Beteiligung der Öffentlichkeit, um die demokratische Legitimation bei der Stadtentwicklung zu stärken.