Wir haben am 16. Juni 2026 eine umfassende Ergänzungsanfrage an Bürgermeister M. Joithe zur Entwicklung der Einbürgerungen eingereicht. Auslöser sind unvollständige Daten und Unstimmigkeiten in den bisherigen Antworten der Verwaltung zu den Einbürgerungszahlen und der feierlichen Veranstaltung am 15. Januar 2026.
Als kontrollierende Kraft im Rathaus fordern wir lückenlose Transparenz über die tatsächlichen Kosten dieser Feierlichkeiten, einschließlich Personal-, Druck- und Raumkosten im KAI. Die Bürger von Iserlohn, egal ob in Letmathe, Hennen oder Sümmern, haben ein Recht darauf zu erfahren, wie die Verwaltung mit öffentlichen Ressourcen umgeht.
Ein zentraler Punkt unserer Anfrage betrifft die soziale und wirtschaftliche Komponente der Einbürgerungsverfahren. Wir verlangen präzise Daten darüber, wie viele der zwischen 2016 und 2025 eingebürgerten Personen zum Zeitpunkt des Verfahrens oder ein Jahr danach auf Transferleistungen wie Bürgergeld oder Wohngeld angewiesen waren. Zudem hinterfragen wir die deutliche Zunahme der feierlichen Veranstaltungen seit 2024 sowie das Auftreten sogenannter Turboeinbürgerungen nach nur drei Jahren Aufenthalt. Auch die Einhaltung von Sicherheitsstandards und echten Sprachnachweisen mittels B1-Prüfung muss statistisch belegt werden.
Nur durch Fakten lässt sich prüfen, ob die Einbürgerungsquote in Iserlohn im Verhältnis zum Landes- und Bundesdurchschnitt steht.