Die AfD-Fraktion Iserlohn hat eine detaillierte Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, die sich mit der sexualpädagogischen Ausrichtung in den Iserlohner Kindertageseinrichtungen beschäftigt.
Hintergrund sind nach unserer Recherche die öffentlich einsehbaren Konzeptionen der Einrichtung. Darin werden unter anderem „Doktorspiele“, das gegenseitige Erkunden des Körpers sowie das Nachahmen von Erwachsenensexualität explizit als Bestandteile der pädagogischen Arbeit genannt.
Beispiele: Evangelische Kitas im Kirchenkreis Iserlohn:
Hier gibt es explizite sexualpädagogische Grundsätze, die den Umgang mit kindlicher Sexualität und Körperwahrnehmung regeln.
Oder die Integrative Kindertagesstätte „Ein Haus für alle Kinder“ Diakonie Mark-Ruhr
Diese Einrichtung hat ein eigenes, ausführliches sexualpädagogisches Konzept (2021/2022 erstellt). Darin werden explizit „Doktorspiele“, das Erkunden des eigenen und fremden Körpers sowie Regeln für solche Spiele beschrieben. Es wird betont, dass Kinder ihren Körper spielerisch kennenlernen und dass das Personal behutsam damit umgeht.
Die Fraktion sieht ein erhebliches öffentliches Interesse an Transparenz und Aufklärung. Wir erwarten von der Verwaltung klare Auskunft darüber, inwieweit das Jugendamt über diese Konzeptionen informiert ist, ob eine fachaufsichtliche Prüfung erfolgt ist und in welcher Form Eltern über diese sensiblen Inhalte informiert werden sowie welche Einspruchsmöglichkeiten ihnen zustehen.
Zwar verweist die Landesregierung NRW die pädagogische Verantwortung grundsätzlich auf die Träger der Einrichtungen. Dennoch muss die Rolle der Stadt Iserlohn als Trägerin der Jugendhilfe eindeutig definiert und wahrgenommen werden.
Unser Anliegen gilt allen Iserlohner Kindertagesstätten, von Dröschede über Letmathe bis Sümmern. Die pädagogische Arbeit muss kindgerecht, altersangemessen und unter strikter Wahrung der Elternrechte erfolgen.