Die schulische Integration und der Erwerb der deutschen Sprache sind die Grundpfeiler für einen erfolgreichen Lebensweg und den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Aktuelle Berichte und die Reaktionen der NRW-Landesregierung zeigen jedoch: Viele Schulen sind durch die hohe Zahl eingewanderter Kinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse massiv überlastet.
Die Einführung sogenannter „ABC-Klassen“ durch das Land ist ein erster Schritt, doch aus Sicht unserer Iserlohner Ratsfraktion greifen die geplanten zwei Doppelstunden pro Woche zu kurz. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Heimatstadt auf diese neuen Anforderungen vorbereitet ist.
Deshalb hat unsere AfD-Fraktion eine detaillierte Anfrage an den Bürgermeister gestellt. Wir fordern Klarheit zu folgenden Punkten:
Organisation: Wie erfolgt die Abstimmung zwischen dem Schulministerium und der Stadt Iserlohn konkret?
Datenerhebung: Verfügt die Verwaltung über belastbare Daten zum Sprachförderbedarf in den Ortsteilen von Letmathe bis Hennen, um Personal und Räume bedarfsgerecht zu planen?
Personal: Ist Iserlohn dem zusätzlichen Personalbedarf gewachsen oder drohen Engpässe zulasten der Qualität?
Finanzierung: Werden zusätzliche Landesmittel abgerufen, um die kommunalen Haushalte zu entlasten?
Wir setzen uns dafür ein, dass Sprachförderung nicht erst kurz vor der Einschulung beginnt, sondern idealerweise bereits im Kindergarten verankert wird. Nur durch eine frühzeitige und konsequente Förderung erhalten alle Kinder in Iserlohn echte Bildungschancen, ohne das System Schule zu überfordern.