Unsere Anfrage zu Einbürgerungen in Iserlohn wurde beantwortet und lässt staunen

Die Zahlen der Einbürgerungen in Iserlohn zeigen eine drastische Entwicklung: Während im Jahr 2016 noch 137 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft in unserer Stadt erhielten , stieg diese Zahl bis zum Jahr 2025 auf einen Höchststand von 400 Personen an. Auf unsere Anfrage im Rat hat die Verwaltung nun offizielle Daten vorgelegt, die erhebliche Fragen zur Kontrolle und den angewandten Kriterien aufwerfen.

Die Stadtverwaltung räumt ein, dass ihr keinerlei statistische Aufschlüsselung der eingebürgerten Personen nach Herkunfts- oder Staatsangehörigkeitsländern, Altersgruppen oder Geschlecht vorliegt. Es fehlt somit im Rathaus der grundlegende Überblick darüber, wer genau in Iserlohn, Letmathe, Hennen oder Sümmern eingebürgert wird. Ein solcher Mangel an statistischer Erfassung verhindert jede gezielte Steuerung und Analyse der lokalen Integrationsentwicklung.

Ebenso kritisch stellt sich die wirtschaftliche Komponente dar. Auf die Frage nach der wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Personen verweist die Verwaltung darauf, dass der Bezug von Sozialleistungen wie Wohngeld vor der Einbürgerung unschädlich sei, sofern eine entsprechende Sozialprognose für die Zukunft ausgestellt wird. Für die Bürger und Steuerzahler in Iserlohn bedeutet dies im Klartext: Die dauerhafte und vollständige finanzielle Unabhängigkeit von den sozialen Sicherungssystemen wird im Vorfeld nicht konsequent eingefordert.

Wir fordern eine lückenlose Transparenz, eine präzise statistische Erfassung und die strikte Einhaltung des Prinzips, dass eine Einbürgerung am Ende eines gelungenen Integrationsprowegs stehen muss, der auch die eigenständige wirtschaftliche Existenzsicherung umfasst. Ein reiner Blindflug bei steigenden Fallzahlen ist unverantwortlich.