Unsere Anfrage zum Stopp der Förderungen für unsere Sportstätten

Die Zukunft der Iserlohner Sportstätteninfrastruktur steht vor einer schweren Belastungsprobe. Die Förderanträge der Stadtverwaltung für die Sanierung der Eissporthalle und den Neubau der Lehrschwimmbecken wurden vom Bundesministerium abgelehnt. Die Gründe für das Scheitern werfen erhebliche Fragen bezüglich der Kompetenz im Rathaus auf. Obwohl der Projektaufruf die maximale Bundesförderung seit Monaten unmissverständlich auf 8 Millionen Euro pro Vorhaben begrenzt, beantragte das Iserlohner Fördermittelmanagement für die Eissporthalle 14,32 Millionen Euro und für die Lehrschwimmbecken sogar 22,57 Millionen Euro. Zudem wurden die zwei voneinander unabhängigen Lehrschwimmbecken entgegen der expliziten Vorgaben in einer gemeinsamen Sammelskizze eingereicht, statt sie als klar abgrenzbare Einzelmaßnahmen zu definieren.

Neben diesen formalen Fehlern wirft auch die Informationspolitik des Bürgermeisters Fragen auf: Während das ministerielle Ablehnungsschreiben bereits am Mittwoch, den 13. Mai 2026, im Rathaus einging, wurden die Ratsfraktionen erst fünf Tage später am Abend des 18. Mai informiert. Lokale Medien wie die IKZ und Radio MK verfügten offenbar bereits vorab über diese Informationen. Als kontrollierende Kraft im Rat hat unsere Fraktion daher eine detaillierte schriftliche Anfrage eingereicht. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der internen Prüfabläufe, die Offenlegung der Eingabeprotokolle sowie einen umgehend einsatzbereiten Alternativplan zur Erhaltung unserer Sportstätten in Iserlohn.