Kritik ist kein Hass: Meine Antwort auf die IKZ-Kolumne zum Pride Beach in Iserlohn

Jennifer Katz schreibt in der IKZ unter der Überschrift „Zum Würgen“ über
Reaktionen auf den Pride Beach in der Culture Station. Sie nennt mich namentlich,
den Fraktionsvorsitzenden der AfD im Rat. Dann soll Sie sich nicht wundern, dass
ich antworte.

Was war der Anlass? Ein Treffen in der Culture Station, genannt Pride Beach, als
Startschuss für einen neuen CSD in Iserlohn. Die IKZ hat das heute Nachmittag
gemeldet, unter dem Artikel auf Facebook haben Bürger kommentiert. Darunter
ich.

Meine Haltung ist einfach, und sie ändert sich nicht, weil eine Kolumne sie hässlich
findet.

Erwachsene Menschen leben ihr Leben. Wen jemand liebt, geht den Staat und
mich nichts an. Niemand in Iserlohn wird verfolgt, weil er homosexuell ist. Wer das
Gegenteil behauptet, redet die Stadt schlecht, in der wir alle wohnen.

Etwas anderes ist eine öffentliche Inszenierung, die Sexualität zum Programm
macht und das als Pflichtübung in Toleranz verkauft. Wer als Vater von drei
Töchtern fragt, ob Kinder da hineingehören, der steht nicht im „Abgrund
menschlicher Gemeinheit“. Der macht seinen Job als Vater.

Frau Katz schreibt, sie habe keine Perversion gesehen, nur Menschen gegen
Extremismus. Das ist die billigste Nummer im Blatt: Wer den CSD kritisiert, ist
extrem. Wer ihn feiert, ist Demokrat. So wird aus einer Meinung ein Maulkorb.
Ich bin gewählt. 14 Sitze im Rat, zweitgrößte Fraktion. Viele Iserlohner wollen keine
Belehrung auf dem Marktplatz, sondern dass ihre Kinder Kinder bleiben dürfen.
Das ist keine Hetze. Das ist der Auftrag, den ich mitgenommen habe.

Persönliche Angriffe auf Privatleute mache ich hier nicht. Die Kolumne wirft mir das vor, also bleibt dieser Text bei der Sache. Die Sache ist: eine Stadt, deren Haushalt nicht steht, die Sportstätten und Innenstadt nicht in den Griff bekommt, soll sich nicht zur Bühne für fremde Kulturkämpfe machen.

Wer erwachsen ist, feiert, wo er will. Wer Kinder hat, schützt sie. Beides geht
zusammen. Nur in der Kolumne nicht.

Das ist meine Sicht. Die darf ins Blatt, auf Facebook und auf die Straße. Ohne
Würgen.

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